
Seit nunmehr 16 Jahren gibt es das Airport unter der Leitung von Rudi Schmidt – wie jeher ein Grund zum Feiern. Extra für diesen Anlass wurde ein Paket aus sämtlichen Facetten der elektronischen Musik geschnürt, das vor nationalen und internationalen Topacts strotzt. Ob Liebhaber von Deep-House, technoiden Electrosounds oder Minimal – an jeden partywütigen Airport-Fan wurde gedacht. Mit von der Partie/-y sind neben den namhaften Schallplattenunterhaltern selbst verständlich auch alle Resident-DJs.
Monika Kruse
Die Grand Dame der elektronischen Musik „made in Germany“ glänzt mit dem beispiellosen Gespür für die richtige Platte zur richten Zeit. Ein Höhepunkt jagt den nächsten – und das seit über 15 Jahren. Egal ob Chicago, Tokyo, Berlin - oder eben Würzburg.
Du bist Techno-DJane der Alten Schule. Wie bist du zur Musik gekommen?
Ich habe seit meiner Kindheit immer Musik gehört und mein erstes Taschengeld gleich in Schallplatten investiert. Zudem hat man mich mit 4 Jahren ans Klavier gesetzt, was ich anfangs nicht so prickelnd fand – Tonleitern üben, welch ein Graus. Aber als sich die ersten Sonaten so anhörten, dass man nicht gleich das Zimmer verlassen musste, hat es angefangen Spaß zu machen.
Wollte Monika Kruse früher Rockstar werden, oder Prinzessin?
Nein, ich wollte Crash-Ess-Dummy für Überraschungseier werden.
In einem Interview hast du gesagt, du bist ein Vinyl-Junkie. Was sind die drei Platten auf die du nie verzichten könntest?
Nur drei zu nennen ist schwierig, aber wenn dann:
Robert Owens „I‘ll be your friend“, Steve Bug „Loverboy“, Matthew Johnson „Marionette“.
Beschreibe in fünf Worten was deine Musik ausmacht:
Sweat and dance with (a) smile.
DJ Karotte
So minimalistisch wie sein Name ist auch sein unnachahmlicher Mix aus tanzbaren elektronischen Musikstilen. Man erwartet alles und bekommt noch mehr. Back to the roots trifft auf präziseste Loops und erklärt seine Stellung als internationaler Top-DJ.
Du legst nicht nur in Clubs auf, sondern bist auch wöchentlich mit deiner Show „Karottes Kitchen“ auf radio sunshine zu hören. Hast du überhaupt noch Freizeit – und wenn ja, wie schaltest du ab?
Natürlich habe ich noch Freizeit, es gibt ja schließlich noch Montag, Dienstag und Donnerstag. Falls ich nicht gerade – wie im Moment – sehr viel Zeit im Studio verbringe. Ansonsten gehe ich an meinen freien Tagen gerne gut essen oder ins Kino. Vorausgesetzt etwas Sehenswertes läuft (lacht).
Würdest du dich als Liebhaber der Musik, oder als Workaholic bezeichnen?
Natürlich als Liebhaber der Musik, jedoch nicht nur elektronischer. Zum Workaholic werde ich dann am Wochenende sobald es ans Auflegen geht.
Du zeichnest dich vor allem auch durch eine große facettenreiche Musikauswahl aus und schaffst es „immer noch eine(n) drauf zu legen“. Woher beziehst du deine Platten und wie lange planst du ein Set?
Meine Sets kann ich nie planen, das geschieht immer sehr spontan und während des Auflegens bei meinen Gigs. Meine Platten bekomme ich zu 90% als Promos geschickt, zumeist in digitaler Form, aber manchmal auch als Vinyls und dann gehe ich zusätzlich noch alle 2 Wochen in Frankfurt ins Freebase um Platten zu kaufen.
Beschreibe in fünf Worten was deine Musik ausmacht:
sexy, fresh, bass, funny, cool.
Felix Kröcher
verfügt über das einzigartige Talent, einen Sound zu generieren, der nicht fordert, sondern mit einer Leichtigkeit antreibt, die Massen bewegt und kein Bein still stehen lässt. Mit präzisen Mixes macht er die Musik zu einem Motor endlosen Vorwärtsbewegens. Ein technoides Perpetuum mobile, das auch sein Album „LÄUFT.“ (ab Sommer 2011) zur Pflichtplatte macht.
Wie hast du angefangen aufzulegen und wo hattest du deinen ersten Auftritt als DJ?
Der erste Anstoß zu meiner Liebe für Techno kam von meiner älteren Schwester. Sie hörte damals diese neue, für mich unbekannte Musik und machte mich neugierig auf mehr. So steckte sie mir regelmäßig neue Mixtapes von verschiedenen Künstlern zu – und meine Leidenschaft für elektronische Musik entbrannte. Mit 10 kaufte ich dann meine ersten Turntables und mit 16 war ich auf meiner ersten Technoparty im berühmten Club „U60“ bei Sven Väth. Ganz um mich geschehen war es, als ich kurz darauf eine Ausbildung zum Radioredakteur bei Deutschlands größtem Radio für elektronische Musik „Sunshine Live“ anfing. Das war auch der Zeitpunkt meines ersten Auftrittes. Ich weiß noch dass es in irgendeiner kleinen Klitsche in der Nähe von Frankfurt war, in der ich durch einen Freund spielen durfte. Mein Vater hat mich als Fahrer und Aufsichtsperson sogar noch begleiten müssen, da ich ja noch keine 18 war.
Welche Musik hörst du privat?
Elektronische Tanzmusik hat mich sehr früh geprägt, so sehr, dass außer dem täglichen Radioprogramm kaum Platz für andere Musikeindrücke bleibt. Allerdings gibt es schon die ein oder andere CD der Söhne Mannheims, Depeche Mode, oder Clueso die ich immer im Auto mit dabei habe.
Was ist dir lieber: Kleiner Club – Nähe zum Publikum, oder ein Festival mit tausenden ravenden Fans wie auf der Nature One?
Ich liebe – und brauche – beides. Für mich ist einfach wichtig, egal ob riesiges Festival oder kleiner Club, dass die Leute Spaß und eine tolle Party haben. Denn sie sind es, die einer Veranstaltung Leben einhauchen.
Beschreibe in fünf Worten was deine Musik ausmacht:
Bewegung, Groove, Energy, Druck – LÄUFT.
Interview: Max Schmitt
| « | Mai 2012 | » | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Mo | Di | Mi | Do | Fr | Sa | So |
| 30 | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 |
| 7 | 8 | 9 | 10 | 11 | 12 | 13 |
| 14 | 15 | 16 | 17 | 18 | 19 | 20 |
| 21 | 22 | 23 | 24 | 25 | 26 | 27 |
| 28 | 29 | 30 | 31 | 1 | 2 | 3 |
FRIZZ Das Magazin
FRIZZ EM-Eventguide